Fahrt nach Verdun der Klassenstufe 10

Geschichte erleben, Frieden verstehen

Unsere vier Zehnerklassen haben am 23. und 24. März 2027 an einer Fahrt mit der Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend (aej) auf das Schlachtfeld von Verdun teilgenommen.

Zuerst stand das Mémorial de Verdun auf dem Programm – ein Museum, in dem multimedial und auf eindrückliche Weise der Erste Weltkrieg und die konkreten Auswirkungen auf den Alltag der Menschen verdeutlicht werden. Besonders beeindruckend war die über mehrere Etagen gebaute audiovisuelle Installation mit Bildern und O-Tönen von der Kriegsfront.

Anschließend haben wir einen Spaziergang durch eines der neun zerstörten Dörfer gemacht, bevor wir in das Fort Douaumont gefahren sind. In der Festungsanlage aus dem 19. Jahrhundert befindet sich eine Gedenkstätte für 800 deutsche Soldaten, die bei einer Explosion im dortigen Waffenlager ums Leben gekommen sind.

Den Abschluss bildete der Besuch des nationalen Friedhofs, wo uns über 16000 weiße Gräber erwartet haben. Über allem thront das Gebeinehaus in Form eines in die Erde versenkten Schwertes als Symbol für den Frieden. Sofort aufgefallen sind unseren Schüler*innen, die anders ausgerichteten Grabsteine auf dem Friedhof: Sie gehören den muslimischen Soldaten aus den damaligen Kolonien in der französischen Armee, deren Gräber nach Mekka ausgerichtet sind.

Das Schlachtfeld von Verdun ist ein historischer Ort, der wie kaum ein anderer für die Schrecken des Ersten Weltkriegs steht, und an dem deutlich wird, wie wichtig Frieden, Versöhnung und die europäische Zusammenarbeit heute sind.