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"Was tut der Mensch den Ozeanen an?"


Ein Bericht über den spannenden Vortrag von Prof. Dr. Liselotte Diester-Haaß, der am 18.01.2013 am Otto Hahn Gymnasium Saarbrücken stattfand.

Ein gewöhnlicher Freitag sieht anders aus. Während wir Elftklässler normalerweise Chemie beziehungsweise Erdkunde haben, fanden wir uns letzte Woche zusammen mit dem Biokurs im K1 ein. Grund dafür war der Vortrag von Frau Liselotte Diester-Haaß, pensionierte Professorin für Paläoozeanographie an der Universität des Saarlandes. Sie wollte uns die Antwort auf die Frage "Was tut der Mensch den Ozeanen an?" geben. In den Unterrichtsstunden zuvor hatten wir uns bereits etwas mit dem Thema auseinandergesetzt und wussten von Verschmutzung, Überfischung und Versauerung der Meere. Die traurige Wahrheit aber ist, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist. Unsere Referentin erklärte uns, dass die Folgen viel weitreichender sind als man glauben könnte. Durch die von Kohlenstoffdioxid verursachte Erwärmung sind viele an den Polen lebende Tiere bedroht, da ihnen der Boden unter den Füßen wegschmilzt (letzten August war in Grönland zum ersten Mal die gesamte Gletscheroberfläche von Schmelzwasser bedeckt als Folge extrem hoher Lufttemperaturen). Eisbären müssen vom arktischen Ozean weg in die Tundra wandern, um überleben zu können. Doch damit nicht genug. Das Gas lässt die Meere auch immer saurer werden. Die Folgen sind erschreckend: Erschwerte Bildung von Kalkschalen vieler Plankton-Organismen, die wie auch der Krill, am Anfang der Nahrungskette stehen, bedroht die Nahrungsgrundlage vieler höherer Meerestiere, wie z.B. vieler Fische und Wale. Wird die See saurer, können Korallen nicht mehr existieren. Man sieht es am Great Barrier Reef. "Ihr seid unter Umständen die letzte Generation, die lebende Korallen zu Gesicht bekommen wird", erklärte Frau Diester-Haaß. Nach Erwärmung und Versauerung ging sie auf die Vermüllung der Ozeane ein. In unseren Ozeanen schwimmen riesige Müllwirbel, bestehend aus sowohl festen Plastik-Bestandteilen, die, von Meerestieren geschluckt, zum Tod führen als auch gelösten organischen Verbindungen, die gefährlich sind. Jeder kann sich ausmalen, was daraus für die Fischerei resultiert. Wir waren alle schockiert nach dem Vortrag der Professorin. So schlimm hatten wir uns die akute Situation nicht vorgestellt. Würden wir alle den CO2- Ausstoß drastisch verringern, so könnte noch einiges gerettet werden.
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Vortrag sehr interessant und informativ war. Einziger Kritikpunkt ist allerdings, dass keine Zeit mehr für unsere Fragen blieb, da Frau Diester-Haaß als leidenschaftlich begeisterte Ozeanographin viel zu erzählen hatte. :-)

(Mathilda Kolb)



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