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EBUEF Eisenbahn-Betriebs-und Experimentierfeld Berlin, TU Berlin, Gebäude SE 10, Straße des 17. Juni 135, 10587 Berlin



MINToring Auftaktveranstaltung "MINT entdecken und erleben"

von Alexander Kneip


"MINToring - Studierende begleiten Schülerinnen und Schüler" ist ein von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) ins Leben gerufenes und von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung bzw. mehreren in den Projektregionen ansässigen Verbänden, im Falle des Saarlandes des ME Saar, unterstütztes Projekt, zur Förderung des MINT-Nachwuchses.

Der Name "MINToring" setzt sich dabei aus den Begriffen "MINT" und "Mentoring" zusammen.

"MINT" ist der zusammenfassende Begriff für die Fachbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Im Rahmen des Projekts begleiten Studierende der MINT-Fächer in Mentorenfunktion (MINToren = MINT + Mentor) an den jeweiligen Fachbereichen interessierte Schüler und Schülerinnen.

Ein Jahr vor und zwei Jahre während des Studiums besuchen Schüler und MINToren zusammen verschiedene Workshops oder z.B. Universitätsvorlesungen mit dem Ziel, die zukünftige Studiumswahl zu erleichtern.

Dabei sind die MINToren ständige Ansprechpersonen für die Schüler und organisieren auch außerplanmäßige, von der sdw nicht zwingend vorgeschriebene Veranstaltungen selbst.

Die Auftaktveranstaltung des Projekts fand von dem 04.12. bis zum 08.12.2008 in Berlin statt.

Schüler und Schülerinnen aus allen fünf Projektregionen Karlsruhe, Oldenburg, Saarbrücken, Siegen und Stuttgart, darunter vier Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums Saarbrücken, fanden sich zusammen mit den zugehörigen MINToren und betreuenden Lehrern zu einem dreitägigen Workshopprogramm und anschließender Präsentation der Ergebnisse in Berlin ein.

Nach achtstündiger Fahrt per ICE mit Zwischenstopp in Mannheim erreichte zuerst die Saarbrücker und bald danach auch dir restlichen vier Gruppen Berlin und bezogen Lager in dem "Jugendgästehaus Central".

Die Eröffnung des MINT-Camps "MINT entdecken und erleben" fand noch am selben Abend im "Lichtsaal" der Technischen Universität Berlin (TU) statt.

Nach Verteilung der Ablaufpläne der nächsten Tage und kurzen Ansprachen von Vertretern der sdw und der TU wurden, zur Freude aller Schüler, das Buffet eröffnet und die Schüler anschließend in den freien Abend entlassen.

Die beiden nachfolgenden Tage standen ganz im Zeichen "MINT entdecken und erleben".

Schon vor der Fahrt nach Berlin wählten die Schüler aus zehn möglichen Workshops einen aus, den sie am zweiten und dritten Tag des Camps durchführen würden.

Die einzelnen Workshops hießen wie folgt: "Faszination Mars, 3D-Sehen, Infrarot & Energieversorgung im Weltall", "High-Tech-Gerät Handy und der elektronische Würfel", "Elektrochemie", "Neurobiologie und Verhalten", "Erlebniswelt Physik - Einblick in die Materie", "Physik entdecken & erleben", "Elektronik in Theorie und Experiment: Die Farbstoffsolarzelle", "Schnaps - Energieträger der Zukunft", "Von dreckig bis klar: Abwasser auf dem Weg durch die Kläranlage" und "Wer sorgt für den sicheren Eisenbahnbetrieb?".

Es war also für jeden MINT-Interessierten etwas dabei.

Die beiden Workshoptage waren stark praktisch geprägt, d.h. die Schüler durften größtenteils selbst Hand anlegen und verschiedene Experimente durchführen.

Während dieser Zeit waren aber immer entsprechende Fachleute wie z.B. Professoren anwesend, die mit Rat und Tat zur Seite standen, wenn es nötig war auch schon einmal halfen und den Schülern jede Frage, auch die eigene berufliche Zukunft betreffend, beantworteten.

Die Standorte der Workshops waren unter anderem die TU, das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR), das Frauenhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration, die Freie Universität Berlin (FU), das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie und die Humboldt Universität zu Berlin.

Am Abend des ersten Workshoptages stand darüber hinaus ein Besuch der Archenhold-Sternwarte auf dem Programm, wo ein Planetarium und das längste Fernrohr der Welt besichtigt wurden.

Nicht zu vergessen ist auch hier das Buffet, das die erschöpften Schüler mit Freuden zu Kenntnis nahmen.

Am dritten Tag hatten die Schüler, in inzwischen vier zu Themengruppen zusammengefassten Teams, die Möglichkeit eine Präsentation auszuarbeiten, mit deren Hilfe am vierten Tag die Ergebnisse der Workshops Vertretern aus Industrie und Politik präsentiert werden sollten.

Mithilfe von Power Point waren die Präsentationen schnell fertiggestellt und nach Generalprobe und anschließender Absegnung durch die Leiterin der Schülerakademie der sdw, hatten die Schüler den Rest des Tages frei und die Möglichkeit, wie schon am vorhergehenden Abend, Berlin besser kennenzulernen.

Die feierliche Abschiedsveranstaltung begann planmäßig am Morgen des letzten Tages im Energieforum Berlin.

Nach Aufnahme von Gruppenfotos der Projektschüler aus Saarbrücken und Oldenburg, die bedingt durch die Abfahrtszeit des Zuges unter dem größten Zeitdruck standen, kamen der Vorstandsvorsitzende des Vereins zur Förderung der sdw und der parlamentarische Staatssekretär des Ministeriums für Bildung und Forschung zu Wort.

Nachdem daraufhin ein Professor aus Flensburg mithilfe seiner Studenten ein Experiment zu "Ketten und Reaktionen" durchgeführt hatte stellte jedes der zuvor gewählten vier Teams seine Ergebnisse vor.

Abschließend gewährte der Generalsekretär der sdw dem Auditorium einen kleinen Ausblick in die Zukunft des Projektes MINToring und stellte die Pläne der nächsten zwei Jahre vor.

Nach einem sehr gehetzten Mittagsimbiss veließen zumindest die Saarbrücker frühzeitig Berlin und machten sich auf den Heimweg.

Alexander Kneip