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Vom Hakenkreuz zur Dönerbude


Am 15. März diesen Jahres hielt der Aussteiger der rechten Szene Manuel Bauer am OHG einen Vortrag über seine bewegende Geschichte, dokumentiert vom SR Fernsehen. Unsere Klasse 10c durfte zunächst dem emotionalen Vortrag von Manuel Bauer gespannt lauschen. Erwartungsgemäß gestaltete er seine Geschichte über die Entwicklung vom kleinen Jungen, der die Wiedervereinigung Deutschlands hautnah miterlebte, zum aktiven Mitglied der Neo-Nazi-Szene sehr interessant und packend.

Der Besuch Bauers ist eine Initiative im Rahmen der "Internationalen Wochen gegen Rassismus". Zuerst erzählte er von den prägenden Erlebnissen, wie der Massenarbeitslosigkeit in der damaligen DDR, die ihn zum Beitritt in die rechtsextreme Szene bewegte. Jedoch zog die Wiedervereinigung nicht nur positive Folgen nach sich, sondern auch zum Beispiel den Verlust der Einnahmequelle der Eltern.

Durch dieses einschneidende Ereignis in seinem Leben begann bei Bauer ein gefährlicher Prozess, der sein noch junges Leben veränderte. Er beging Straftaten und verstand sich nicht mehr mit seinen Eltern. Glatze, Springerstiefel, Bomberjacke & Co prägten nun sein neues "Ich", bis ihn eine schwere Straftat ins Gefängnis brachte. In dieser Zeit fing für Bauer der Weg vom "Hakenkreuz zur Dönerbude" an und zwar mit Hilfe der Aussteigerorganisation ''Exit Deutschland''. Er wurde ein neuer Mensch , der nun nicht mehr durch rassistische Vorurteile geprägt war.

Detaillierte Erklärungen und interessante Ausführungen ließen die Schüler die gesamte Zeit an seinen Lippen kleben. Durch Medien, die Bauer benutzte, wie Bilder und Musik, war der Vortrag noch authentischer.Die Schüler waren noch nach dem Vortrag ergriffen.

Alles in Allem war der Vortrag ein guter Weg , den Schülern die Gefahren und Tücken der rechten Szene näher zu bringen, und sie eindringlich davor zu warnen sich darauf einzulassen. Nach dem Vortrag waren die Schüler zu einer Pressekonferenz und Podiumskonferenz im JUZ Försterstraße eingeladen, in der das Thema mit Politikern wie z.B. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer diskutiert wurde. Dort konnten die Schüler gezielt Fragen an Manuel Bauer und die anwesenden Politiker stellen. Alle befragten Schüler der Klasse äußerten sich positiv und begeistert zu der Aktion im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus.

Niklas Johannes und Chana Schuchart, 10c



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