Sechstklässler des Otto-Hahn-Gymnasiums sammeln über 17.000 Briefmarken

für die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel

 

In den vergangenen vier Wochen haben dreizehn Schüler der Klasse 6c des Otto-Hahn-Gymnasiums in Saarbrücken 17.300 Briefmarken für die Bethelschen Anstalten in Bielefeld gesammelt. 

Die Idee hierzu kam von den Schülern selbst. Im evangelischen Religionsunterricht beschäftigten sie sich im Rahmen der Reihe „Gerechtigkeit – Ungerechtigkeit“ mit den v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, einer gemeinnützigen kirchlichen Stiftung privaten Rechts und Europas größtem diakonischen Unternehmen.

Die Religionslehrerin Frau Wehmeyer, beschreibt ihre Lerngruppe als sozial engagiert und aufmerksam für die Nöte anderer Menschen. Die Idee von Bethel, sozial benachteiligten, kranken und behinderten Menschen Arbeit zu geben und Pflege und Fürsorge zu schenken, berührte die Kinder und weckte in ihnen das Bedürfnis, ebenfalls zu helfen.

Vor allem die Briefmarkenstelle begeisterte die Schüler. Privatpersonen und Firmen schicken dort die entwerteten Briefmarken von Umschlägen und Postkarten hin. Die behinderten Menschen lösen sie ab, sortieren sie und verkaufen sie an Sammler. Die an Bethel gespendeten Briefmarken ermöglichen es, sinnvolle Arbeits- und Beschäftigungsplätze für behinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten.

Hierzu wollten die Kinder einen Beitrag leisten. Sie gestalteten Plakate und baten ihre Mitschüler und Familien um Hilfe. Am Ende konnte ein Paket mit über 17.300 Briefmarken gepackt werden.

„Es ist toll, zu sehen, wie man auch in unserem Alter bedürftigen Menschen helfen kann und wie viele unserer Mitschüler uns geholfen haben. Entwertete Briefmarken landen ja sonst im Altpapier, aber in Bethel finden sie sinnvolle Verwendung“, fasst ein Schüler das Ergebnis der Aktion zusammen.
Die Kinder haben beschlossen diese Aktion langfristig weiter zu betreuen.


Saarbrücker Zeitung 12.01.2008