„Listen to understand“ – der amerikanische Generalkonsul zu Besuch am Otto-Hahn-Gymnasium

Polizei, abgesperrte Parkplätze, eine schwarze Limousine mit abgedunkelten Scheiben, möglichst dezent wirkende Sicherheitsleute – mancher mag sich vor Beginn der 1. Stunde am Freitag, dem 17.11., gefragt haben, was an der Schule los sei. Es war der Besuch des amerikanischen Generalkonsuls James (Jim) Herman, kurzfristig organisiert von Ulla Embacher im Rahmen des Schulprojektes „Menschenwürde und Demokratie“ und vermittelt durch das hiesige Deutsch-Amerikanische Institut. Eingeladen waren Lehrer_innen und ausgewählte Schüler_innen der Oberstufe, im Ganzen ca. 50 Personen. Nach dem Besuch von Bundesjustizminister Heiko Maas im September diesen Jahres war Jim Herman nun die zweite prominente Persönlichkeit, die sich unseren Fragen zur Lage von Demokratie und Menschenrechten stellen sollte. Während Maas sich naturgemäß in erster Linie innenpolitischen Fragen und Problemen widmete, ging es nach einem ersten Diskussionsabend im März 2017 an unserer Schule mit Dr. Bruno von Lutz vom Deutsch-Amerikanischen Institut erneut um Auswirkungen und Aussichten der Präsidentschaft Donald Trumps.

Zusammenfassend formulierten Schulleiter Bernd Bauer und Marlene Fasolt aus der Kl.12 in ihren Grußworten zunächst einige der Sorgen, die viele angesichts Trumpscher Verlautbarungen, Ankündigungen und realer Regierungshandlungen bewegen mögen: Wie ist es um die deutsch-amerikanische Freundschaft bestellt? Stehen die USA noch auf dem Fundament ihrer Verfassung, nämlich den Menschen- und Bürgerrechten? Wie ernst ist die Bedrohung eines nordkoreanisch-amerikanischen Konflikts? Worin liegen die Konsequenzen des angekündigten Ausstiegs der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen? Wie bedrohlich sind nationalistische Tendenzen in Deutschland und den USA?

Betont locker, im offenen Hemd, ein Vollprofi suchte Herman alsdann sofort den direkten Kontakt zu den Schüler_innen und erklärte zunächst einmal, wie man sich richtig begrüßt. Im Anschluss daran skizzierte er die Aufgaben des amerikanischen Generalkonsulats in Frankfurt – weltweit das größte seiner Art. Herman zufolge bestünde seine Aufgabe darin, Gespräche zu führen und diplomatische Hilfe in der ganzen Welt zu geben. Provozierend war nun Hermans erste Frage: Was ist das Beste an Trump, „has he done anything good?“ Die Antwort des Generalkonsuls: Trump werfe Fragen auf und stelle lieb gewonnene Denkmuster in Frage. Dies betreffe hauptsächlich drei Problemkreise: Erstens sei nun vielen klar, dass Demokratie  und zweitens die Vorstellung einer kontinuierlichen Entwicklung zum Besseren hin nicht selbstverständlich sind. Und drittens seien wir gezwungen, exakter über Vor- und Nachteile der Globalisierung nachzudenken.

Insbesondere für viele Ältere aus dem Auditorium provokant war Hermans zweites Statement: Deutschland müsse ein globaler „leader“ werden. Es mag vielleicht Personen geben, denen nun die Brust vor Stolz schwillt, doch was bedeutet dies? Herman – ein echter Diplomat – verstand es, die Vorzüge unseres Landes in den besten Farben zu malen: Wir hätten eines der besten Bildungssysteme der Welt (!), ein weltweit vorbildliches Gesundheitssystem, eine der größten Ökonomien und eine hervorragende Verfassung. Wenn Herman allerdings die Jüngeren dazu aufruft, endlich eine globale Führungsrolle Deutschlands wahrzunehmen, so bleibt doch die Frage, was das konkret heißen soll. Und gibt es nicht (allzu) viele Personen, die eine solche Aufforderung auf historisch überkommene Muster, nationalistische Ambitionen und desaströse Machtpolitik reduzieren? Hermans Antwort: Idioten gebe es überall, in den USA wie in Deutschland.

Anknüpfend daran problematisierte Herman die Durchsetzungsfähigkeit von Ideen. Woran liegt es, dass die großen Visionen von Menschenrechten, Freiheit und Demokratie immer wieder Rückschläge erleiden müssen, während sich das Smartphone innerhalb weniger Jahre etabliert hat? Der zentrale Fehler bestehe laut Herman darin, dass wir nicht zuhören, sondern lieber belehren, erwarten, dass der „andere“ sich uns anpasse. Wie aber solle man einen Einwandere aus einer anderen Kultur oder einen AFD-Anhänger überzeugen können, wenn man ihm nicht zuerst zuhöre und ihm damit Respekt erweise? Sind alle Ansichten, und seien sie noch so menschenverachtend, gleichermaßen zu respektieren? Die Frage blieb offen.

Am Schluss beruhigte uns der Generalkonsul auf die Frage nach der Gefährlichkeit Trumps mit einem Verweis auf die Stärke der demokratischen Institutionen in den USA.


Vielleicht doch lieber Architekt?
Speed-Dating: Eine besondere Berufsberatung am OHG

Von klein auf bekommen wir eine „berufliche“ Richtung gezeigt. Wir fangen an mit dem Kindergarten, danach gehen wir auf die Grundschule und je nachdem wie gut die schulischen Leistungen sind, müssen wir uns nur zwischen Gymnasium und Gemeinschaftsschule entscheiden. Das heißt, wir haben immer eine gewisse Richtung in unserem Leben mit begrenzten Wahlmöglichkeiten, aber nach dem Abitur verändert sich das schlagartig. Wir haben viele Auswahlmöglichkeiten: Auslandsjahr, Studium, Berufsausbildung, Freiwilligenjahr, direkter Berufseinstieg oder Praktikum.

Aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten organisiert Frau Blum alle zwei Jahre das sogenannte „Speed-Dating“. Hier bekommt man als Schüler die Möglichkeit, aus 30 verschiedenen Berufen 6 näher kennen zu lernen und sich in 6 Runden von je 15 Minuten mit Personen, meistens Eltern, aber manchmal auch Vertretern verschiedener Institutionen aus dieser Fachrichtung in Fünfergruppen zu unterhalten. Somit ermöglichte man uns erstmals, sowohl Fragen zu stellen, als auch ein Bild davon zu erhalten, ob der Bereich zu einem passt.

Das Besondere daran war, dass es wirklich viele Fachrichtungen gab, aus denen man frei wählen konnte. Man konnte anfangen mit Psychologie und sich über das Studium informieren und in der nächsten Runde über eine Ausbildung als Versicherungskaufmann instruiert werden. Hierbei war es förderlich, dass wir alle möglichen Fragen stellen konnten. Man konnte sowohl Persönliches fragen, wie z.B. „Wieso haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?“ als auch Berufliches wie „Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?“ oder „Welche Qualifikationen muss ich haben?“ stellen und diese wurden immer präzise beantwortet.

Außer Eltern kamen noch eine Berufsberaterin, Studienberaterin der Universität des Saarlandes und eine Beraterin des Bundesfreiwilligendienstes. Dies bot nochmal die Möglichkeit, sich mit Menschen zu unterhalten, die jeden Tag Jugendliche beraten und eine objektive Perspektive haben.

Zuerst wirkte der Gedanke samstags in die Schule zu gehen eher abschreckend, aber spätestens nach der ersten Runde wurde sehr schnell klar, wie nützlich und hilfreich die Veranstaltung für die Zukunft ist. Abschließend war es ein sehr gelungener Tag, an dem man sehr viel lernen konnte und sich mit seinen Plänen für späterhin auseinandersetzen konnte.

Weiterhin möchte ich den Eltern dafür danken, dass sie sich Zeit genommen haben, uns ihren Beruf näher zu bringen, unsere Fragen zu beantworten und uns verschiedene „Richtungen“ zu zeigen.

 

Tamara Urig aus der Klassenstufe 11


Juniorwahl im OHG vor der Bundestagswahl 2017

Die Juniorwahl wurde am 19.09.2017 von 11:00 bis 14:15 Uhr erstmalig am OHG für die Klassenstufen 9 und 10 angeboten. Nicht wahlberechtigte Jugendliche dürfen wie bei der echten Bundestagswahl auf den Originalstimmzettel in Wahlkabinen bei geheimer Wahl ihre Kreuzchen machen.

Mit einer Wahlbeteiligung von 85% kann man von einem wirklichen Erfolg sprechen.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich sehr gewissenhaft in der Organisation und Durchführung dieser Wahl, so dass die schulinternen Ergebnisse bereits um 17:00 Uhr nach Berlin gemeldet werden konnten.

Unabhängig davon - wie nun das konkrete Wahlergebnis der OHG´ler aussehen wird – es wurde Engagement und politisches Interesse dokumentiert. Das passt sehr gut zu unseren Projekttagen mit dem Titel „Demokratie und Menschenrechte“.

Von den Organisatoren der Juniorwahl wird die Schule noch eine detaillierte Auswertung der Wahlergebnisse erhalten. Aber bis zum 24.9.2017, 18:00 Uhr dürfen die Ergebnisse der Juniorwahl nicht kommuniziert werden.

Die nationalen Ergebnisse der Juniorwahl werden auch erst mit den Hochrechnungen zur Bundestagswahl auf der Seite www.juniorwahl.de am 24.9.17 um 18:oo Uhr veröffentlicht.

Einladung an alle Eltern, Lehrkräfte und Schüler/innen des OHG


"Not my president! Die USA unter Donald Trump"

Vortrag von Dr. Bruno von Lutz, der Direktor des Deutsch-Amerikanischen Instituts Saarbrücken


Es ist ganz offensichtlich ein Thema, das viele Menschen umtreibt und sehr beunruhigt. Denn trotz des herrlichen Frühlingswetters am Abend des 30.3.2017 kamen viele Schüler, Eltern und Kollegen sowie andere Interessierte, um sich zu informieren, um Fragen zu stellen und lebhaft zu diskutieren.

Dr. Bruno von Lutz, der Direktor des Deutsch-Amerikanischen Instituts Saarbrücken, brachte uns das Phänomen "Trumpismus" mit seinen Ursachen und Konsequenzen näher und ging dabei hauptsächlich auf die amerikanische Verfassung mit ihren Besonderheiten ein und analysierte Fehler der Demokraten.

Wir haben lange diskutiert, sind etwas klüger geworden, letztlich jedoch immer noch fassungslos darüber, dass in den USA diese Entwicklung möglich war und ist.

Dr. von Lutz ließ uns einen kleinen Hoffnungsschimmer am Ende der Diskussion, indem er betonte, dass die USA sich immer "selbst wieder gereinigt habe", insbesondere durch das System der "checks and balances".

Der Vortrag war das Initialreferat für ein Projekt, das die Fachschaft Geschichte aus der Taufe heben möchte.

Demokratie und Menschenrechte.

Unser Ziel: die Verteidigung demokratischer Werte sowie die Sensibilisierung für die Bedeutung der Wahrung der Menschenrechte in einer Zeit, in der das nicht mehr selbstverständlich ist.

Wir laden alle Mitglieder unserer Schulgemeinde ein, sich mit Ideen und eigenen Vorschlägen einzubringen. Wir wollen versuchen, in dem Rahmen, in dem wir leben und arbeiten, unser demokratisches Fundament zu festigen.

Wir laden die Schulgemeinschaft ein zu einer ersten Sitzung

am 26.4.2017 um 18 Uhr
im Bistro des OHG


Wir freuen uns darauf.
Die Fachschaft Geschichte


Spendenübergabe am Otto-Hahn-Gymnasium

Spendenlauf der Schulgemeinschaft des OHG erbrachte über 11.000 Euro


Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien überreichte der Schulleiter des Otto-Hahn- Gymnasiums, Herr Bernd Bauer, im Rahmen einer Feierstunde in der Turnhalle der Schule den Spendenbetrag von 11.361,58 Euro an verschiedene soziale Einrichtungen.
Unter dem Motto "OHG läuft ... und hilft!" hatten sich am 14. September über 500 Schülerinnen und Schüler und die Hälfte des Lehrerkollegiums zahlreiche Spenden erlaufen, die ihnen von zuvor gesuchten Sponsoren finanziert wurden: Eltern, Verwandte und Freunde unterstützten die Läufer finanziell pro gelaufener Runde.
Vorbereitet und durchgeführt wurde die Aktion durch ein Team unter der Leitung von Thomas Schmidt. Trotz der Anstrengung bereitete allen Beteiligten das Laufen bei schönem Spätsommerwetter viel Freude und die Schulgemeinschaft ist stolz auf die hohe erlaufene Spendensumme von über 11.000 Euro.
Diese wurde auf verschiedene Organisationen aufgeteilt: 7000 Euro wurden an Anita Nowak, 1. Vorsitzende der "Kinderhilfe Philippinen", überreicht. Die Schule unterstützt dieses Hilfsprojekt regelmäßig mit verschiedenen Aktionen. Weitere Spendengelder gehen an einen ehemaligen Schüler der Schule, der nach einem Unfall auf besondere Hilfe angewiesen ist. Auch das SOS-Kinderdorf Saarbrücken kann mit einem Teil des Geldes bedürftige Kinder unterstützen. Bedacht wird auch der Bauverein der Johanniskirche Saarbrücken, der dem OHG jedes Jahr die Kirche für die festliche Verabschiedung des Abiturjahrgangs zur Verfügung stellt.
Damit Schülerinnen und Schüler des OHG bei finanzieller Not der Eltern trotzdem an allen Schulfahrten teilnehmen können, geht auch ein Teil der Spende an den Schulverein. Zudem wird noch dem Wunsch der Schülervertretung Rechnung getragen, einen kleinen Beitrag zur Unterstützung des Tierheims Bertha Bruch zu leisten. Die feierliche Übergabe der Spendengelder wurde durch musikalische Beiträge von Schülerinnen und Schülern unterstützt: Instrumentale Beiträge, weihnachtliche Rap-Einlagen und klassisch adventlicher Chorgesang sorgten für einen festlichen Rahmen. Das OHG zeigt erneut, dass ihm soziale Verantwortung für die Schulgemeinschaft und für bedürftige Menschen in der Region und der Welt ein wichtiges Anliegen ist.


Spendenlauf "OHG LÄUFT … und HILFT!"

In diesem Schuljahr haben wir wieder einen Spendenlauf unter dem Motto "OHG LÄUFT … und HILFT!" am Mittwoch, 14.09.2016 veranstaltet.
Die Schulgemeinschaft will soziale Verantwortung auch für andere übernehmen. Wir spenden den Erlös vor allem für unser Sozialprojekt "Kinderhilfe Philippinen" und weitere soziale Projekte, die von der Gesamtkonferenz und Schülervertretung bestimmt werden.

Impressionen von einem sonnigen Spendenlauf


Tag der Naturwissenschaften
Unsere Schüler/innen experimentieren am OHG oder in den Hochschulen in Saarbrücken und Homburg

Unsere 5-er Klassen führten Wasseruntersuchungen mit dem BUND durch oder besuchten einen Bauernhof, um die Landwirtschaft vor Ort zu erleben. Die Stufe 6 war in der Wissenswerkstatt, um herauszufinden, warum z. B. ein Schiff auf dem Wasser schwimmt. In Biologie, Chemie, Physik und Erdkunde konnten die Schüler/innen der Mittelstufe selbstständig experimentieren. Für die Oberstufe hatten HTW und Uni die Schülerlabore geöffnet. So konnten alle Schüler/innen Naturwissenschaften "live" erleben.


Sportfest 2016 am OHG

Am 08. Juli 2016 fand unser Sport- und Spielfest auf der Sportanlage Kieselhumes statt. Die Wetterbedingungen waren mit viel Sonne und wolkenlosem Himmel hervorragend. Es gab für die Klassenstufen 5- 7 einen Wettbewerb mit Eimerstaffel, Hindernis-Sprung-Parcours, Puzzle-Lauf und Biathlon. Die 8-er und 10-er Klassen spielten Ultimate Frisbee und Fußball. Alle Schülerinnen und Schüler gaben ihr Bestes, damit ihr Team in der Klassenwertung möglichst weit vorne landete. Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe waren als Helfer und Kampfrichter eingeteilt. Herr Leidinger sorgte für die gute Verpflegung. Dank der guten Organisation unter Leitung von Herrn Schmidt konnten wie geplant um 12 Uhr die Sportlehrer die Siegerteams ehren.

Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen dieses schönen Sporttages beigetragen haben.


Konzert zur Einweihung des renovierten Steinway-Flügels

Am 7. Juli um 14.00 Uhr kamen im Musiksaal des Otto-Hahn-Gymnasiums Schüler, Eltern, Lehrer und Vertreter des Regionalverbandes in den Genuss die Taufe des renovierten Steinway - Flügels mitzuerleben.
Hier begeisterte Dominik Kneip mit Skyfall von Adele und Adrian Trampert mit Leonie Becker überzeugten das Publikum mit einer Eigenkomposition. Auch der Gitarre entlockten Lisa Perrin und Leonie Becker wunderbare Klänge.
Als Höhepunkt der Flügeleinweihung spielte der Student der Hochschule für Musik Jonas Stark gemeinsam mit seinem Professor Thomas Duis Stücke von Beethoven, Liszt, Chopin und Brahms. Die Ohren des Publikums wurden verwöhnt, denn durch die Virtuosität konnte der renovierte Flügel umso mehr zur Geltung gebracht werden.
Wir bedanken uns bei allen beteiligten Musikern.
Unser besonderer Dank gilt dem Regionalverband, dem Schulverein und bei den Sponsoren, die die Renovierung ermöglich haben.